1956 – 2006
5o Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus
NDREÇI PLASARI
Die Haltung der PAA gegenüber den Chruschtschowianern
- ein Beispiel hoher marxistisch-leninistischer Prinzipienfestigkeit
(aus: Albanien heute Nr. 2, 1981, Seite 2 – 5)
DIE FÜNFZIGER JAHRE WAREN FÜR DIE KOMMUNISTISCHE WELTBEWEGUNG IM ALLGEMEINEN UND FÜR JEDE IHRER ABTEILUNGEN IM BESONDEREN EIN KREUZWEG: DIESE SITUATION ENTSTAND INFOLGE DES VERRATS DER CHRUSCHTSCHOWIANER AM MARXISMUS- LENINISMUS UND AN DER OKTOBERREVOLUTION AUF DEM BERÜCHTIGTEN 20. PARTEITAG DER KPdSU ERSETZTEN SIE DEN MARXISTISCH- LENINISTISCHEN REVOLUTIONÄREN KURS DER BOLSCHEWISTISCHEN PARTEI DURCH DEN REVISIONISTISCHEN KONTERREVOLUTIONÄREN KURS. NACHDEM SIE DIE PARTEI UND STAATSFÜHRUNG IN DER SOWJETUNION AN SICH GERISSEN HATTEN, TRIEBEN SIE DAS LAND AUF DEN WEG SEINER UMWANDLUNG IN EIN KAPITALISTISCHES UND SOZIALIMPERIALISTISCHES LAND.
Unter Ausnutzung des großen Prestiges und Ansehens der ruhmreichen Partei Lenins und Stalins und des ersten sozialistischen Staates der Welt übten sie auf die gesamte kommunistische Bewegung, auf jede kommunistische und Arbeiterpartei und auf jedes sozialistische Land Druck aus, ihren Kurs zu ändern und die revisionistische Ideologie und Politik des 20. Parteitags anzunehmen. Früher oder später gab es fast keine Partei und kein sozialistisches Land mehr, das den fatalen Umschwung nicht vollzogen und den Weg des Revisionismus und der Bourgeoisie nicht eingeschlagen hätte. Allein die Partei der Arbeit Albaniens ging Chruschtschow nicht in die Falle, sie beugte sich nicht seinem großen und allseitigen Druck, der die PAA in die Knie zwingen sollte, sondern sie verfolgte vielmehr konsequent ihren marxistisch-leninistischen Kurs weiter. Das sozialistische Albanien verwandelte sich weder in ein bü+rgerlich-revisionistisches Land noch in einen Vasallenstaat des sowjetischen Sozialimperialismus. Darüber hinaus gebührt der Partei der Arbeit Albaniens das Verdienst, den Verrat der Chruschtschowianer aufgedeckt und entlarvt zu haben, jede Brücke zu den Verrätern abgebrochen und dem Sowjet-Revisionismus den unversöhnlichen Kampf angesagt zu haben. Sie bezeichnete diesen Kampf als eine lebenswichtige Aufgabe für die Geschicke des Sozialismus in Albanien und des Marxismus-Leninismus im internationalen Maßstab.
Wie kam es zu diesem Sieg (der sicher nicht leicht, sondern im Gegenteil nur sehr schwer zu erreichen war) zu einer Zeit, da andere, erfahrenere Parteien, größere und wirtschaftlich stärkere sozialistische Länder vor dem Druck der Chruschtschow-Revisionisten kapitulierten ?
Genau diese Frage beantwortete Genisse Enver Hoxha klar und deutlich in seinem neuen großartigen Werk „Die Chruschtschowianer“. In seinem Buch „Die Chruschtschowianer“ erklärte Enver Hoxha, dass der unversöhnliche Konflikt mit den Sowjet-Revisionisten und die Tatsache, dass alle Brücken zu ihnen endgültig abgebrochen wurden, nicht ein plötzlicher Schritt war und es auch nicht sein konnte. Vorher schon war es zu zahlreichen Auseinandersetzungen über Fragen der Theorie und Praxis der Revolution und des sozialistischen Aufbaus, über Fragen der Strategie und Taktik der internationalen kommunistischen Bewegung, über die Haltung gegenüber ihren Feinden und den Feinden der Völker, wie den amerikanischen Imperialisten, der Weltbourgeoisie, die Tito-Revisionisten usw., gekommen. Die allgemeine Tendenz der Beziehungen der PAA zur chruschtschowianischen Sowjetführung war ihre zunehmende Verschlechterung, je mehr sich das gegenseitige Kennenlernen ausdehnte und vertiefte, je mehr sich die Zweifel unserer Partei über den Verrat der Chruschtschowianer anhäuften, um schließlich zur Überzeugung zu gelangen, dass es sich bei ihnen nicht um momentane, taktische Fehler oder kleine Abweichungen handelte, sondern um die Abkehr der sowjetischen Führung vom Marxismus-Leninismus, um eine im Kern konterrevolutionäre politische Linie. Das alles verstärkte sich außerdem, je häufiger und brutaler ihr Druck auf die Partei der Arbeit und auf unser Land, ihre Einmischungen in unsere inneren Angelegenheiten wurden.
Das Hauptkennzeichen all der Haltungen und Handlungen der PAA bei diesem komplizierten Verlauf der Beziehungen zwischen den beiden Parteien und Ländern – von der revolutionären Freundschaft und dem revolutionären Bündnis zur Feindschaft und zum unversöhnlichen Kampf – ist die Treue zum Marxismus-Leninismus, die proletarische Prinzipienfestigkeit, die Reife, die Wachsamkeit und der Mut bei der Verteidigung des Marxismus-Leninismus, ihrer korrekten Linie, unseres sozialistischen Vaterlandes.
In diesen Handlungen und dieser Haltung der PAA findet sich keine einzige Erscheinung von Pragmatismus und Konjunkturalismus, Nationalismus, Opportunismus, Sektierertum oder Abenteuertum, wie man sie dagegen in den Handlungen und der Haltung der chruschtschowianischen Revisionisten und der anderen Revisionisten finden kann.
„Wir sehen, was geschah“, schreibt Genosse Enver Hoxha, „fühlten den wachsenden Druck, der von allen Seiten auf uns ausgeübt wurde, ließen uns aber keinen Milillimeter von unserem Weg und unserer Linie abbringen.“ Doch die „Schritte, die wir taten, mussten genau erwogen werden: wir durften nichts überstürzen aber auch nicht schlafen“ (S. 380). „Dennoch verzichteten wir nicht darauf, wenn bei ihnen falsche Handlungen und Abweichungen von der Linie festzustellen waren, entsprechend zu antworten“ (S. 113). Die Antworten der PAA gingen stets von marxistisch-leninistischen Positionen aus.
Die erste Auseinandersetzung mit den Chruschtschowianern war die über die Haltung zu den jugoslawischen Revisionisten, eine Haltung, die die Partei der Arbeit stets als eine große prinzipienfeste Frage betrachtete und betrachtet.
Die Zeit hatte vollkommen die Richtigkeit der Resolutionen des Informbüros der kommunistischen und Arbeiterparteien bestätigt, die die jugoslawische Führung wegen ihrer Abweichung vom Marxismus-Leninismus und vom Sozialismus und ihrer Verwandlung in eine Agentur des Imperialismus verurteilten. Ohne diese Resolutionen und diese Realität zu berücksichtigen und ohne sich mit irgendeiner anderen Partei zu beraten, begab sich Chruschtschow im Mai 1955 nach Belgrad und fiel vor Tito auf die Knie, wobei er die gemachten Vorwürfe als ungerechtfertigt bezeichnete und ihn für diese Beswchuldigungen und für die Verurteilung um Verzeihung bat.
Die PAA konnte sich mit diesem willkürlichen und anti-marxistischen Vorgehen Chruschtschows absolut nicht einverstanden erklären. Deshalb protestierte sie heftig. Ihren Widerstand und ihren Kampf führte sie nicht von engen nationalistischen Interessen aus oder gar aus Sturheit,, wie Chruschtschow und Konsorten die Sache hinzustellen versuchten, sondern einzig und allein von prinzipienfesten Positionen aus, um den Marxismus-Leninismus, die Einheit in der kommunistischen Weltbewegung, die Interessen der Revolution und des Sozialismus auf internationaler Ebene zu verteidigen, die von den Titoisten aufs Korn genommen worden waren.
Auf dem Weg der Annäherung und der Zusammenarbeit der Chruschtschowianer mit den jugoslawischen Revisionisten gab es auch Momente der Konfrontation, gab es gegenseitige Angriffe und Beschimpfungen ( und es gibt sie auch heute noch). Doch in keinem Fall handelte und handelt eine der beiden Seiten vom marxistisch-leninistischen Standpunkt aus, sondern vielmehr von Positionen des Antikommunismus, die von engen bürgerlichen und chauvinistischen Interessen bestimmt wurden.
Absolut nicht prinzipienfest und marxistisch-leninistisch ist außerdem die Haltung der Chinesen gegenüber dem jugoslawischen Revisionismus. Mao Testung und Konsorten hatten zunächst die Resolutionen des Informbüros über die jugoslawische Frage gebilligt, dann aber die Farbe gewechselt. Und sich mit Chruschtschow in seiner Kampagne zur Rehabilitierung des Titoismus vereinigt. Später griff die chinesische Führung den Titoismus noch eine Zeit lang an. Doch schließlich verbrüderte sich Hua Kuo-feng mit den Jugoslwaen, so wie es schon Chruschtschow getan hatte. Auch er begab sich nach Belgrad, um Tito um Verzeihung zu bitten. Diese Haltung und Praxis der Chinesen liegt ihr bekannter Pragmatismus, liegen ihre konterrevolutionären und hegemonistischen Ziele zu Grunde.
Für die PAA sind die Handlungen und die Haltung des einen oder anderen gegenüber dem jugoslawischen Revisionismus nach wie vor ein Prüfstein, an den sie unfehlbar misst, ob jemand ein wirklicher oder falscher Marxist-Leninist ist. Gerade dies war einer der wichtigsten Faktoren, durch den sich unsere Partei davon überzeugte, was Chruschtschow und die Chruschtschowianer wirklich waren.
Der 20. Parteitag der KPdSU – Generallinie des Chruschtschow-Revisionismus
Diese Überzeugung verstärkte besonders der 20. Parteitag der KPdSU, der die Generallinie des Chruschtschow-Revisionismus formulierte und verankerte.
Dieser Kurs, der sich nicht der Wirklichkeit entsprechend als anti-marxistischer, konterrevolutionärer Kurs zeigen konnte, wurde als „schöpferische Entwicklung“ des Marxismus-Leninismus verkauft ! Genosse Enver Hoxha schreibt:
„Viele ließen sich von dieser Demagogie der Verräter täuschen. Die Partei der Arbeit Albaniens jedoch nicht“ (Seite 199).
Die Chruschtschowianer hofften, ihr Kurs des 20. Parteitags würde sich in den Berichten und Beschlüssen des 3. Parteitags der PAA, der drei Monate später statt fand, niederschlagen. Unser 3. Parteitag billigte aber entgegen dem Wunsch der Verräter vollkommen die politische Linie und praktische Tätigkeit der PAA und beschloss einmütig und ohne ein Zögern. Den marxistisch-leninistischen Kurs, den die PAA seit ihrer Gründung verfolgt hatte, in jeder Hinsicht fortzusetzen.
Unter den damaligen konkreten Umständen konnte der 3. Parteitag der PAA nicht offen die anti-marxistischen Thesen des sowjetischen 20. Parteitags verurteilen. Die Führung unserer Partei hatte jedoch ihre Widersprüche und Vorbehalte zu diesen Thesen der sowjetischen Führung längst bekannt gemacht. Gleichzeitig sollte die PAA nicht nur in ihren internen Beratungen, sondern auch in ihrer Presse und ihrer ganzen Propaganda und selbstverständlich auch in ihrer Praxis eine Haltung einnehmen, die im Gegensatz zu der des 20. Parteitags stand. Diese Haltung wurde immer offener, je klarer sich der Chruschtschow-Revisionismus zu erkennen gab und je mehr sich die verschiedenen revisionistischen Theorien und Praktiken verbreiteten und weiter entwickelten und für die kommunistische Weltbewegung und das sozialistische Lager gefährlich wurden.
Die PAA zweifelte. Nicht im Geringsten daran, dass das Aufleben der diversionistischen Tätigkeit der jugoslawischen Revisionisten, das Hervorbrechen der opportunistischen Theorien Togliattis über den „Polyzentrismus“, über den „italienischen Weg zum Sozialismus“ und die „uneingeschränkte Demokratie“ usw., die konterrevolutionären Kundgebungen in Polen, die Konterrevolution in Ungarn und viele andere verwerfliche Ereignisse und Handlungen, dass dies alles dem 20. Parteitag entsprang und die Chruschtschowianer für all dies die Hauptverantwortung trugen.
Die PAA hatte in der Presse und besonders durch die Rede des Genossen Enver Hoxha am 8. November 1956 ihre prinzipienfeste marxistisch-leninistische Haltung zum Ausdruck gebracht, was indirekt ein Schlag gegen die Haltung der Chruschtschowianer war.. Im Dezember trug Genosse Enver unmittelbar den sowjetischen Führern in Moskau die Beunruhigung unserer Partei wegen der großen Gefahr der Verbreitung des Revisionismus vor sowie ihre Widersprüche zu einer Reihe der falschen Standpunkte und Handlungen. Zwei Monate darauf, im Februar 1957, verwarf das Plenum des ZK der PAA die Thesen des 20. Parteitags, ohne jedoch die Chruschtschow-Revisionisten ausdrücklich zu erwähnen. Das Plenum verteidigte die Grundprinzipien des Marxismus-Leninismus über die führende Rolle der marxistisch-leninistischen Partei in der Revolution und beim sozialistischen Aufbau, über die unbedingte Notwendigkeit der Diktatur des Proletariats in der ganzen Periode des Übergangs vom Kapitalismus zum Kommunismus, über den Klassenkampf als Haupttriebkraft in dieser Periode, die Prinzipien also, die die Chruschtschowianer mit Füßen getreten hatten.
Bekanntlich hat Chruschtschow auf dem 20. Parteitag, um die Lehren des Marxismus-Leninismus aus der Welt zu schaffen, auf brutale Weise J. W. Stalin angegriffen, der sein ganzes Leben dafür gekämpft hatte, genau diese Lehren anzuwenden und zu verteidigen. Nach diesem berüchtigten Parteitag wurde „der Kampf gegen den Stalinismus“ zu bevorzugten Waffe aller modernen Revisionisten, der internationalen Bourgeoisie und der Weltreaktion im Kampf gegen den Kommunismus. Das Plenum des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Albaniens verurteilte dieses antikommunistische Manöver und verteidigte J. W. Stalin; es bekräftigte die die konsequente Haltung unserer Partei in dieser großen und grundsätzlichen Frage. „Wir sind mit all denen, die jede positive revolutionäre Seite Stalins liquidieren, nicht einverstanden“, erklärte Genosse Enver Hoxha auf dem Plenum. „J. W. Stalin ist bekanntlich ein großer Marxist, der nach Lenin den Marxismus-Leninismus gegen alle Feinde und Revisionisten verteidigt und einen wertvollen Beitrag zur weiteren Entwicklung dieser Wissenschaft geleistet hat“ (Hauptdokumente der PAA, Bd. III, S. 32).
Die Entschlossenheit der PAA, den Kurs des 20. Parteitags nicht zu akzeptieren und ihre eigene prinzipienfeste marxistisch-leninistische Linie zu verfolgen, alarmierte die Chruschtschowianer.
Sie waren über die vorhandenen Meinungsverschiedenheiten zur PAA im Bilde, über die Widersprüche der PAA zu vielen ihrer Haltungen und Taten. Doch das waren nicht nur entgegengesetzte Meinungen und Standpunkte im Zusammenhang mit der Jugoslawienfrage und mit Stalin. Die PAA hatte auch die Ratschläge und den Druck der Chruschtschowianer zurückgewiesen, die die Entwicklung der Industrie in Albanien, besonders der verarbeitenden und der Maschinenbauindustrie verhindern wollten, um Albanien als Agrarland mit voriwegend Obstanbau von der Sowjetunion und dem RGW abhängig zu halten. Bei uns sind auch alle Versuche der Chruschtschowianer gescheitert, die Verräter der Partei zu rehabilitieren, so wie man es in der Sowjetunion, in Bulgarien, in Ungarn, in Polen, in der Tschechoslowakei und in anderen Ländern gemacht hat. Die Bemühungen, die wichtigsten revolutionären Führer der Partei und des Staates zu beseitigen und sie wie in vielen Parteien und ehemals sozialistischen Ländern durch rehabilitierte Verräter zu ersetzen, wurden ebenfalss zu Nichte gemacht.
Dennoch, so erklärte Genosse Enver Hoxha, wollten die Chruschtschowianer die Widersprüche zu uns nicht zuspitzen. Mit ihrer chauvinistischen Logik eines großen Staates gleubten sie, wir hätten als kleine Partei und kleines Land keinen anderen Ausweg, als auf diese oder jene Weise vor ihnen auf die Knie zu fallen und uns hinter ihren Karren spannen zu lassen. Doch als in „Zëri i popullit“ der Bericht des Genossen Enver auf dem Februar-Plenum 1957 veröffentlicht wurde, der sehr klar gegen die Thesen des 20. Parteitags der KPdSU Stellung bezog, „waren sie gewiss darüber erbost“. Sie forderten daher, eine Delegation der PAA auf höchster Ebene solle dringend nach Moskau fahren, vermutlich, „um uns an die Leine [zu] legen“ (Seite 382). Um dieses Ziel zu erreichen, setzten sie – wie Genosse Enver Hoxha schreibt - „Zuckerbrot“ und „Peitsche“ ein. Auf der einen Seite versprachen sie eine größere Wirtschaftshilfe und erließen Albanien die alten Kredite, auf der anderen Seite bekämpften sie die Wirtschaftspolitik unserer Partei für die Errichtung der matereill-technischen Basis des Sozialismus und für die Sicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit. Einerseits forderten sie die Festigung der Freundschaft und der Allianz und billigten formal irgendeine revolutionäre Haltung unserer Partei, andererseits übten sie Druck aus, um unsere Haltung gegenüber den jugoslawischen Revisionisten bzw. gegenüber Stalin zu ändern. Gleichzeitig arbeiteten sie daran, ihre Agentur in unserer Partei darauf vorzubereiten, die Festung von innen her zu nehmen. All das hatte zum Ziel, den Widerstand der PAA zu brechen. Doch, wie Genosse Enver Hoxha schreibt, „ sie holten sich eine Abfuhr“ (Seite 419), sie versuchten „uns klein zu kriegen, doch vergebens“ (S. 422).
Die Chruschtschowianer scheiterten an der konsequenten, marxistisch-leninistische Haltung der PAA
Die Hauptursache für das Scheitern der Chruschtschowianer und für den Sieg unserer Partei über sie liegt darin, dass sich die Haltung und die Handlungen der PAA stets fest auf die marxistisch-leninistischen Prinzipien stützen und diese mit revolutionärer Reife und mit revolutionärem Mut angewendet werden. Bei der Umsetzung der prinzipienfesten Linie der Partei hat ihre stählerne Einheit und die stählerne Einheit im Zentralkomitee mit Genossen Enver Hoxha an der Spitze, sowie die Einheit Partei-Volk, eine entscheidende Rolle gespielt. Gegen die Chruschtschowianer wie auch gegen alle anderen Feinde hat die PAA nie allein gelämpft, sondern gemeinsam mit dem ganzen Volk. Darum hat sie in diesem Kampf immer Erfolg gehabt.
Auch die tiefe, historisch geschaffene Freundschaft zwischen der PAA und der Bolschewistischen Partei, zwischen dem albanischen Volk und der sozialistischen Sowjetunion hinmderte unsere Partei nicht daran, die marxistisch-leninistischen Prinzipien anzuwenden und sie gegen den chruschtschowianischen Revisionismus zu verteidigen. Durch den prinzipienfesten und kompromisslosen Kampf gegen die Chruschtschowianer hat sie den ruhmreichen Weg der Bolschewistischen Partei und der Völker der Sowjetunion, die Lehren der Oktoberrevolution auf die beste Weise verteidigt. In den Jahren 1955 – 1960 , als die Imperialisten und die verschiedenen Revisionisten, die jugoslawischen, polnischen, ungarischen, italienischen und anderen die Sowjetunion aufs Korn genommen hatten, um den Sozialismus zu liquidieren, trat die PAA zu ihrer Verteidigung auf. Dies, schreibt Genosse Enver, „war für uns nicht eine Taktik, sondern eine Grundsatzfrage“ (Seite 113).
Genau die Tatsache, dass sie keine prinzipienfeste marxistisch-leninistische Politik verfolgten und nicht demgemäß handelten, trieb die ehemals kommunistischen und Arbeiterparteien und die ehemals sozialistischen Länder in den Pferch Chruschtschows, trieb sie tiefer und tiefer auf den bürgerlichen und revisionistischen Weg. Auch China hat gegen den „Chruschtschow-Revisionismus“ gekämpft, doch jetzt zeigt sich sehr klar, dass dies keineswegs ein prinzipienfester Kampf war, sondern ein Kampf von pragmatischen bürgerlich-revisionistischen, chauvinistischen und hegemonistischen Positionen aus, genauso wie es auch der Kampf der Sowjet-Revisionisten gegen China ist.
Im Zusammenhang mit unserer Partei schreibt Genosse Enver: „Doch an den Imperialismus oder sonst irgend jemand verkaufte sie sich nicht und wird sie sich auch niemals verkaufen, denn solange eine Partei [...] eine wirklich marxistisch-leninistische Partei ist, wird sie sich niemals, unter keinen Umständen und in keiner Situation, verkaufen oder verkaufen lassen, sondern entschlossen ihren Weg beschreiten, den Weg des kompromisslosen Kampfes gegen Imperialismus, Revisionismus und Reaktion“ (S. 119).
Von solchen prinzipienfesten marxistisch-leninistischen Positionen aus ging unsere Partei mutig gegen die verschwörerischen und putschistischen Methoden Chruschtschows in Bukarest (im Juli 1960) vor. Von solchen Positionen aus griff sie Chruschtschow und die Chruschtschowianer in Moskau (im November 1960) offen an, und entlarvte sie. Dieser Angriff, so betont Genosse Enver Hoxha schon in der Einleitung seines Werks „Die Chruschtschowianer“, „war die logische Folge der marxistisch-leninistischen Haltung, die die Partei der Arbeit Albanien stets eingenommen hatte, [...] des Kampfes für die Verteidigung und konsequente Anwendung des Marxismus-Leninismus, den unsere Partei schon lange führte“ (S. 3).
Und so prinzipienfest und konsequent marxistisch-leninistisch war der Kampf unserer Partei gegen alle Strömungen des modernen Revisionismus – gegen die sowjetische, chinesische, jugoslawische und gegen andere Strömungen – ebenso ihr Kampf gegen den Weltimperialismus, mit dem amerikanischen an der Spitze, zu jeder Zeit und wird es auch in Zukunft sein. Unaufhaltsam und unerschrocken auf diesem Weg zu schreiten, das hat der geliebte Führer unserer Partei und unseres ganzen Volkes, Genosse Enver Hoxha, die Partei gelehrt.
- Ende -
Anmerkung:
In der Reihe: „50 Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus“ werden weitere Schriften aus Albanien im Komintern / ML – Archiv (im Internet: http://archive.250x.com) veröffentlicht – auch in Fremdsprachen.
Archiv der Komintern / ML