1956 – 2006
5o Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus
Vangjel Moisiu
Der Kampf der PAA gegen den Druck und die Einmischungen der Chruschtschow-Revisionisten...
... ist Bestandteil des gesamten großen prinzipiellen Kampfes, den sie gegen den sowjetischen Revisionismus geführt hat
(aus: Albanien heute Nr. 1, 1981, Seite 6 – 9)
ES IST ALLER WELT BEKANNT, DASS GENOSSE ENVER HOXHA IN SEINER HISTORISCHEN REDE NICHT NUR DIE CHRUSCHTSCHOW-REVISIONISTISCHE PLATTFORM IM ALLGEMEINEN ENTLARVTE; NICHT NUR DIE ANSICHTEN UNSERER PARTEI ÜBER DIE GRUNDLEGENDEN FRAGEN DER THEORIE UND PRAXIS DER REVOLUTION UND DES SOZIALISTISCHEN AUFBAUS UND ÜBER DIE PROBLEME DER STRATEGIE UND TAKTIK DER INTERNATIONALEN KOMMUNISTISCHEN BEWEGUNG UNTERBREITETE, SONDERN GLEICHZEITIG AUCH ENTSCHIEDEN UND OFFEN DEN DRUCK, DIE ERPRESSUNGEN UND DIE EINMISCHUNGEN DER CHRUSCHTSCHOW-REVISIONISTEN GEGENÜBER UNSERER PARTEI UND UNSEREM LAND ENTLARVTE.
Beim ersten Zusammenstoß ging es um die Frage des jugoslawischen Revisionismus. Nur ein Jahr war seit J. W. Stalins Tod vergangen, als Chruschtschow begann, den bekannten marxistisch-leninistischen Kurs der internationalen kommunistischen Bewegung des prinzipiellen Kampfes gegen den jugoslawischen Revisionismus abzuändern. Das musste er, um seine Pläne der Ausrottung des Marxismus-Leninismus und des Sozialismus zu verwirklichen.
Die PAA widersetzte sich den Annäherungsversuchen der Chruschtschow-Clique den Titoisten gegenüber schon, als sie den ersten Brief über die jugoslawische Frage im Juni 1954 erhielt.
Chruschtschow fuhr nach Belgrad und gab zu, dass gegenüber der KP Jugoslawiens und ihrer Führung „Fehler gemacht worden sind.“
Die PAA sollte sich auch allen anderen Handlungen der sowjet-revisionistischen Führung zu Annäherung und ideologischen Zusammenarbeit mit dem jugoslawischen Revisionismus widersetzen und den Kampf gegen diesen Revisionismus niemals einstellen, wie es Chruschtschow beharrlich verlangte.
Die prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten und Zusammenstöße zwischen unserer Partei und der Chruschtschow-Gruppe vergrößerten und vertieften sich immer mehr, als letztere ihre eigene revisionistische Plattform auf dem 20. Parteitag der KPdSU formuliert und verabschiedet hatte, im selben Atemzug eine wilde Kampagne gegen den so genannten Personenkult J. W. Stalins vom Zaun brach und auf jede erdenkliche Weise versuchte, diese konterrevolutionäre Linie der gesamten kommunistischen Weltbewegung aufzuzwingen.
Die Chruschtschowianer starteten zahlreiche Versuche, die Thesen ihres Parteitags in den 3. Parteitag der PAA einzuschmuggeln, der drei Monate später, im Mai 1956, abgehalten werden sollte. Sie hatten ihren Chefideologen Suslow beauftragt, unsere Parteiführung von der Notwendigkeit der Überprüfung und Änderung ihrer Generallinie in Übereinstimmung mit dem Kurs des 20. Parteitags zu überzeugen. Sie hatten auch ihre Agentin Liri Belishova beauftragt, von innen heraus Druck auszuüben. Weiter nutzten sie die Parteikonferenz der Stadt Tirana aus, um die Linie und die marxistisch-leninistische Führung der Partei anzugreifen. Sie setzten bis zum Schluss ihre Anstrengungen fort, um mit Hilfe der auf unserem 3. Parteitag entsandten Delegation ihr Ziel zu erreichen. Doch unsere Partei beharrte auf ihren Positionen.
Unsere Partei vermied es in jener Zeit nicht nur, offen über die prinzipiellen ideologischen Meinungsverschiedenheiten zu sprechen, die zwischen ihr und der sowjetischen Führung aufgebrochen waren, sondern verteidigte sogar die Sowjetunion zu einer Zeit, als die Imperialisten und verschiedenen Revisionisten die Sowjetunion aufs Korn nahmen, um den Kommunismus zu verunglimpfen, das betrachtete sie als ein Element ihres Kampfes zur Verteidigung des Marxismus-Leninismus und des Sozialismus. Unsere Partei konnte damals auch aus einem anderen Grund nicht offen gegen die Chruschtschowianer auftreten; sie brauchte Zeit, um sie vollständig kennenzulernen, was nicht im Handumdrehen zu erreichen war. Deshalb überlegte sich unsere Partei, wie Genosse Enver Hoxha erläutert, sorgfältig jeden Schritt, schlief aber nicht. Sie verfolgte jede Haltung und Handlung Chruschtschows mit größter Aufmerksamkeit; dabei ging sie vom Wunsch aus, die Freundschaft mit der Sowjetunion zu bewahren und zu festigen; gleichzeitig aber ließ sie in der einen oder anderen Weise die falschen Haltungen und Handlungen, die Abweichungen der Chruschtschowianer, den Druck, den sie auf uns ausübten, niemals ohne Antwort.
Insbesondere unternahmen die Chruschtschowianer Versuche, die wichtigsten Führer unserer Partei und unseres Staates zu liquidieren und sie durch Verräter zu ersetzen, wie sie es in zahlreichen anderen Parteien der ehemals sozialistischen Länder getan hatten.
Der Druck der Chruschtschowianer zielte ebenso darauf ab, unser Militär, unsere Wirtschaft, unsere Kultur usw. durch die sowjetischen Berater und Spezialisten sowie durch ihre albanischen Agenten unter ihre Kontrolle zu bringen, um Albanien in ein wirtschaftlich und folglich auch politisch abhängiges Land zu machen. Doch ausgehend von den Lehren des Marxismus-Leninismus schätzte die PAA den Aufbau und die Verteidigung des Sozialismus ohne eine moderne weitverzweigte Industrie, ohne eine fortgeschrittene mechanisierte Landwirtschaft als unmöglich ein; sie gewährleisten wirtschaftliche Unabhängigkeit, ohne die politische Unabhängigkeit unmöglich ist.
Den Briefwechsel zwischen Chruschtschow und Tito über die ungarische Frage vom November 1956 überließ die sowjetische Führung auch dem ZK unserer Partei zur Kenntnisnahme in der Absicht, seine Billigung über die Schachereien einzuholen und ihm den Weg zu zeigen, dem auch unsere Partei folgen sollte !
Genosse Enver stellte diese Briefe dem Politbüro des Zentralkomitees zur Diskussion und warf die Frage auf:
„... sollen wir die Prinzipien verletzen, sollen wir schweigen oder vorwärts schreiten, indem wir uns nicht mit den falschen Handlungen abfinden ? ... Ich beharre darauf, dass wir gemäß den festgelegten Prinzipien vorgehen sollten ... Die Meinungsverschiedenheiten sollten wir nicht an die Öffentlichkeit tragen, denn das schadet der Sowjetunion und dem sozialistischen Lager. Andererseits dürfen wir meiner Ansicht nach keine solchen Zugeständnisse, wie die Führung der KPdSU sie zu machen versucht, machen, denn das sind ausgeprägte opportunistische Haltungen ... Wir werden keinesfalls von den Prinzipien abrücken ... „
Im Dezember 1956 unterrichtete Genosse Enver die sowjetischen Führer in Moskau unmittelbar über unseren Widerstand gegen eine Reihe ihrer falschen Handlungen und über die Sorge hinsichtlich der großen Gefahr, die die Verbreitung des Revisionismus bedeutete. Zwei Monate später, im Februar 1957, verurteilte ein ZK-Plenum der PAA die Revisionisten als Urheber der Ereignisse in Ungarn, in Polen usw. und verteidigte so die grundlegenden marxistisch-leninistischen Prinzipien über die führende Rolle der revolutionären Partei der Arbeiterklasse in der Revolution und beim sozialistischen Aufbau, über die unbedingte Notwendigkeit der Diktatur des Proletariats während der ganzen Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Kommunismus, über den Klassenkampf in dieser Periode, also jene Prinzipien, die von der Chruschtschow-Gruppe und ihren Nachbetern mit Füßen getreten worden waren. Die Verletzung dieser Prinzipien in Ungarn und Polen haben die Katastrophe bezeugt, die der Revolution und dem Sozialismus drohte.
Die Chruschtschowianer kannten die prinzipielle Haltung der PAA und ihren Widerstand gegen zahlreiche ihrer Handlungen. Trotzdem wollten sie, wie Genosse Enver sagte, die Widersprüche mit uns nicht verschärfen. Mit ihrer konterrevolutionären und großmachtchauvinistischen eigenen Logik bildeten sie sich ein, dass wir als kleine Partei und kleines Land keine andere Wahl hätten. Wenn nicht heute, so würden wir doch morgen vor ihnen auf die Knie fallen. Die Veröffentlichung des Berichts des Genossen Enver auf dem ZK-Plenum im Februar 1957 in „Zëri i pupullit“ alarmierte jedoch die Chruschtschowianer. Deshalb verlangten sie, eine hochrangige Delegation der Partei der Arbeit Albaniens solle unbedingt nach Moskau kommen. Um die Führung unserer Partei klein zu kriegen, bediente sich die Chruschtschow-Gruppe, wie Genosse Enver in dem Werk „Die Chruschtschowianer“ schreibt, des „Zuckerbrots“ und der „Peitsche“.
Das Ziel der Chruschtschowianer war es, den Widerstand der PAA zu brechen, sie zu zwingen, den Kurs zu ändern. Doch, wie Genosse Enver schreibt,
„sie holten sich eine Abfuhr“ (Enver Hoxha, „Die Chruschtschowianer“, dt. Ausgabe, S. 419).
In Bukarest stellte sich die Delegation der PAA den Anweisungen des Zentralkomitees gemäß der Spaltertätigkeit der Chruschtschow-Gruppe offen entgegen und griff Chruschtschow wegen seiner anti-marxistischen Ziele und verschwörerischen Methoden an. Genosse Enver Hoxha schreibt in seinem Buch „Die Chruschtschowianer“:
„Wir unterstützen die Kommunistische Partei Chinas nicht, weil sie eine große Partei war, sondern wir verteidigten die Prinzipien, das marxistisch-leninistische Recht. In Bukarest und Moskau hätten wir jede Partei und jedes Land verteidigt, ob nun groß oder klein nach der Zahl, wenn sie nur zum Marxismus-Leninismus gestanden hätten“ (Enver Hoxha, „Die Chruschtschowianer“, dt. Ausgabe, S. 448).
Die prinzipielle Haltung der PAA führte dazu, dass die Chruschtschow-Gruppe ihr teuflisches Ziel nicht erreichen konnte.
Die Bukarester Beratung bezeichnete eine abrupte Wende in den Beziehungen zwischen der Partei der Arbeit Albaniens und der sowjetischen Führung. Für Albanien und die Partei der Arbeit Albaniens begann eine Periode der großen Prüfung.
Die sowjetischen Revisionisten verübten Druck und Sabotage insbesondere im Wirtschaftsbereich, indem sie die Lieferung von Waren und Industrieausrüstungen verzögerten und oftmals völlig einstellten. Sie verstiegen sich sogar dahin, dass sie auch die Waffe des Hungers einsetzten. Sie drohten unserer Regierung mit der Einstellung von Waffenlieferungen und einem Lieferstopp für militärische Ausrüstungen für unsere Volksarmee.
Doch die Partei der Arbeit Albaniens ließ den Kopf nicht hängen. Sie appellierte an den Patriotismus und das Heldentum des Volkes, an seinen kämpferischen, aufopferungsvollen Geist. Unser Volk schloss sich noch enger um die Partei zusammen und kämpfte, um den Schwierigkeiten, dem Druck und den Einmischungen der Chruschtschowianer standzuhalten.
Die historische Rede, die Genosse Enver im Namen des ZK der Partei der Arbeit Albaniens auf der Beratung der 81 Parteien in Moskau hielt, ist allen bekannt. Die Rede zerschlug die teuflische Taktik Chruschtschows, die darauf abzielte, die tiefen prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten, die Existenz zweier entgegengesetzter Linien in der kommunistischen Weltbewegung zu verhüllen und die Kritik gegen die revisionistische Linie und die Spaltertätigkeit der sowjetischen Führung abzubiegen. Dadurch wollte er die ganze Schuld unserer Partei und der KP Chinas in die Schuhe schieben, gegen die in einem sowjetischen Material, das vor der Beratung verteilt worden war, schmutzige Angriffe und Verleumdungen unternommen wurden, während er als Bannerträger des Marxismus-Leninismus und der Einheit auftreten sollte !
Nach der Moskauer Beratung auf der der ideologische Konflikt seinen Höhepunkt erreicht hatte, nahmen die Pressionen und Angriffe der Chruschtschowianer gegen unsere Partei und unser Land schärfere und aggressivere Formen an. Sie setzten alle zwischen den beiden Ländern abgeschlossenen Abkommen einseitig außer Kraft, stellten die Kredite und jede Wirtschaftshilfe vollständig ein, brachen alle Handelsbeziehungen ab, zogen auf bedrohliche Weise alle Spezialisten aus Albanien ab und verjagten alle albanischen Kader und Studenten, die an sowjetischen Bildungseinrichtungen studierten. Gleich darauf, im Mai, setzten sie die bilateralen Vereinbarungen hinsichtlich ihrer auf dem Warschauer Vertrag beruhenden Verpflichtungen, unserer Volksarmee militärische Ausrüstungen und Technik zu liefern, außer Kraft. Sie raubten Albanien 8 Unterseeboote sowie jene albanischen Kriegsschiffe, die sich zu dieser Zeit im Hafen von Sewastopol befanden. Sie zogen demonstrativ die Schiffe des militärischen Stützpunkts von Vlora ab.
Die sowjetischen Revisionisten waren drauf und dran, unter dem Vorwand der Frage des militärischen Stützpunktes von Vlora auch militärisch zu intervenieren. Diese Pläne scheiterten jedoch dank des heroischen Widerstandes unserer Partei, unserer Armee und unseres bewaffneten Volkes.
Schließlich griff N. Chruschtschow auf der Tribüne des 22. Parteitags im Oktober 1961 öffentlich unsere Partei an, indem er unsere Kommunisten und unser Volk zur Konterrevolution aufrief. Diese Handlung ging Hand in Hand mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Albanien, einem weiteren feindlichen Akt.
All das waren Beweise für das Scheitern jedweder Anstrengung unsere Partei zu unterwerfen, ihr eine revisionistische Kehrtwendung aufzuzwingen bzw. sie dazu zu zwingen, den Weg des Kapitalismus einzuschlagen, so wie es die anderen einstmals sozialistischen Länder taten. Die Partei der Arbeit Albaniens hatte einen großen Sieg über den Chruschtschow-Revisionismus errungen.
Die Partei der Arbeit Albaniens erklärte dem Chruschtschow-Revisionismus einen scharfen und unversöhnlichen Krieg . Sie war voll und ganz davon überzeugt, dass sie durch diesen Kampf die große Sache des Marxismus-Leninismus und des Sozialismus verteidigen würde.
„Der Kampf, den unsere Partei und unser Volk führen“, erklärte das Zentralkomitee der Partei, „wird langwierig und schwierig sein. Doch unsere Partei und unser Volk haben sich nie vor Schwierigkeiten gefürchtet.“
Die PAA hatte mit ihrer weitsichtigen revolutionären Linie auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellen und militärischem Gebiet alle Voraussetzungen dafür geschaffen. Die Errungenschaften der Zeitspanne 1961 bis 1980 sprechen für die riesige schöpferische Kraft des Volkes, das von einer revolutionären Partei der Arbeiterklasse geführt wird, die den unsterblichen Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin immer treu bleibt, sie sprechen für die Überlegenheit der sozialistischen Ordnung über die kapitalistische und bürgerlich-revisionistische. Sie widerlegen die imperialistischen Prognosen und die imperialistische Logik der sowjetischen Revisionisten.
Obwohl die Chruschtschowianer Niederlagen im Kampf mit der PAA erlitten haben, gaben sie ihre Versuche nicht auf, die PAA und das albanische Volk zu unterwerfen. Sie setzten große Hoffnungen darauf, den Kniefall unserer Partei nach dem Sturz Chruschtschows zu verwirklichen, indem sie sich darum bemühten, ihm die Schuld für die „Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten“ in die Schuhe zu schieben, die ihnen zufolge keine objektive Basis und ideologischen Gründe hätten. Die Partei der Arbeit Albaniens aber hegte keinerlei Illusionen über die Ziele der Nachfolger Chruschtschows, die nur deshalb einen „Pferdewechsel“ in der Führung vornahmen, um den Chruschtschowismus unversehrt beibehalten zu können.
Unsere Partei wies auch die „Ratschläge“ der chinesischen Führung zurück, sich ihrem Beispiel gemäß den Chruschtschowianern anzunähern und sich mit ihnen zu versöhnen. Ihre Meinungen, wir „sollen die lieben sowjetischen Genossen die Hand reichen“, „die Vergangenheit vergessen“, stanken schon von weitem nach Opportunismus und Pragmatismus. Die sowjetischen Revisionisten hofften erneut nach dem Bruch mit den Chinesen, dass wir ihnen die Hand hinhalten würden; sie glaubten, dass unter diesen Bedingungen „der richtige Zeitpunkt“ gekommen sei, um mit Albanien die Dinge in Ordnung zu bringen. Doch ihre Hoffnungen werden sich nie erfüllen.
Werfen wir einen Blick auf den in mehr als 20 Jahren zurückgelegten Weg, so können wir jene Gründe, jene politisch-moralische Faktoren feststellen, die den großen Sieg unserer Partei über die Chruschtschowianer sicherten und ihre schändliche Niederlage besiegelten:
Unsere Partei kämpfte erfolgreich und zerschlug die Einmischungen, den Druck, die Erpressungen und die Blockaden der Chruschtschowianer, weil sie dem Marxismus-Leninismus stets treu geblieben ist und eine prinzipienfeste konsequente Linie verfolgt hat. Der Kampf unserer Partei gegen den sowjetischen Revisionismus ist ein gerechter und zutiefst prinzipieller Kampf. Unsere Meinungsverschiedenheiten hatten nicht bloß mit den Beziehungen zwischen beiden Parteien und beiden Ländern zu tun. Bevor sie einen zweiseitigen Charakter annahmen, waren sie allgemeiner Natur; bevor sie zu zwischenstaatlichen Widersprüchen wurden, waren sie ideologische, prinzipielle Meinungsverschiedenheiten zwischen zwei entgegen gesetzten Linien.
Die Partei der Arbeit Albaniens hielt allen Pressionen, Erpressungen und feindlichen Blockaden der Chruschtschowianer erfolgreich stand, weil sie die Unterstützung der breiten werktätigen Massen des Landes, die kraftvolle Unterstützung des Volkes hatte. In stählerner Einheit mit der Partei und zusammen mit ihr kämpfte das Volk gegen diese brutale feindliche Tätigkeit mit hohem politischen Bewusstsein.
Die Partei der Arbeit Albaniens hielt den chruschtschowianischen Blockaden stand, weil sie stets am großen revolutionären Prinzip, sich auf die eigene Kraft zu stützen, festgehalten hat. Als die sowjetische Führung alle Kredite und Wirtschaftshilfen einstellte, kapitulierten unsere Partei und unser Volk nicht, unsere Wirtschaft stagnierte nicht, im Gegenteil, sie entwickelte sich auf dem Weg des Sozialismus, und zwar in rascherem Tempo. Die richtige Politik der Partei zur sozialistischen Industrialisierung des Landes, zur Entwicklung und Modernisierung der Landwirtschaft, zum Aufbau der materiell-technischen Basis des Sozialismus, für eine unabhängige Wirtschaft, war die Garantie, dass unsere sozialistische Wirtschaft keine Krise und Stagnation spürte, dass sie schwungvoll voran ging.
Ein weiterer Faktor des Sieges über die Chruschtschowianer ist auch die Tatsache, dass unsere Partei das revolutionäre Prinzip der Nichteinmischung von Ausländern (ob Verbündete oder Feinde) in die inneren Angelegenheiten unseres Landes beharrlich angewandt hat. Stets wachsam hat sie niemals Einmischungen von außen geduldet; sie hat ihre revolutionäre Linie in vollständiger Unabhängigkeit ausgearbeitet und verwirklicht und hat nachdrücklich dafür gekämpft, die Unabhängigkeit vor jedem, wer es auch sei, zu verteidigen.
Im Kampf gegen den chruschtschow-revisionistischen Verrat hatte die Partei der Arbeit Albaniens auch die Hilfe und entschlossene Unterstützung der revolutionären, marxistisch-leninistischen Kräfte. Die entschlossene Unterstützung, die diese Kräfte unserer Partei gaben, verliehen ihr mehr Kraft, Entschlossenheit und Treue in der großen Konfrontation mit den Feinden und den Verrätern der Revolution.
- Ende -
Anmerkung:
In der Reihe: „50 Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus“ werden weitere Schriften aus Albanien im Komintern / ML – Archiv (im Internet: http://archive.250x.com) veröffentlicht – auch in Fremdsprachen.
Archiv der Komintern / ML