1968 – 2008
40. Jahrestag
des Einmarsches der russischen Sozialimperialisten in die Tschechoslowakei
Die Demagogie der Sowjetrevisionisten vermag nicht ihr verräterisches Gesicht zu maskieren
Zëri i popullit, 9. Januar 1969 (Auszüge die Tschechoslowakei betreffend)-
Die Errichtung der faschistischen Militärdiktatur unter dem Vorwand der Verteidigung der Idee der proletarischen Diktatur
(...) Die Sowjetführung macht jetzt Anstrengungen, um den Eindruck zu erwecken, dass ihre Maßnahmen sich hauptsächlich gegen die liberalen Extremisten richten, die in letzter Zeit, besonders nach den Ereignissen in der CSR und Polen, eine noch größere Tätigkeit entfalten. Obwohl im Grunde genommen die revisionistische Sowjetischführer und die liberalen extremistischen Elemente denselben anti-marxistischen verräterischen Weg gehen, ist die Tätigkeit dieser Elemente der revisionistischen Führung unerwünscht. Diese hat Angst vor einer neuen Konterrevolution in der Konterrevolution, möchte nicht Chruschtschows Schicksal oder jenes der Nowotnyclique teilen. Aber das, was die Sowjetführung am meisten beunruhigt, ist die Tatsache, dass die zügellose und unvorsichtige Tätigkeit dieser Elemente die Karten der Revisionisten aufdeckt, den Verrat offen zeigt, was dem Sowjetvolke die Augen öffnet und seinen Widerstand und Kampf verstärkt, um mit dem großen Besen der Revolution sowohl die liberalen Revisionisten, als auch die „Konservativen“, die Ultras und die „Gemäßigten“ auszukehren.
Deshalb richten sich alle Maßnahmen der faschistischen Diktatur der revisionistischen Sowjetführung gegen diese Revolution. Aber sie kann noch so große Anstrengungen machen, um diese Revolution mit Zwangsmaßnahmen und Betrug zu ersticken, so ist sie trotzdem unvermeidlich. Das Sowjetvolk wird den Verrat der Revisionisten nicht mehr lange dulden und schließlich sein entscheidendes Wort sprechen.
Die vollständige Entartung der KP der SU beim Aufruf zum Schutz der Parteigrundsätze
Alle Klassenfeinde haben ihren Hauptangriff immer gegen die revolutionäre marxistisch-leninistische Partei, die das Gehirn und Herz der Arbeiterklasse ist, gerichtet, um ihre konterrevolutionären Ziele zu erreichen. So begannen auch die chruschtschowschen modernen Revisionisten ihren Verrat. Und gerade diejenigen, welche die große Bolschewikische Partei Lenins-Stalins in eine revisionistische, konterrevolutionäre und antikommunistische Partei umwandelten, welche vielen kommunistischen und Arbeiterparteien der anderen Länder den Weg zur revisionistischen und bürgerlichen Entartung ebneten, gerade diese gerieren sich heute als Verteidiger der marxistisch-leninistische Lehre über die Partei und „kritisieren“ jene, welche diese Grundsätze verletzen! Bei den Bemühungen, ihre faschistische Aggression gegen die CSR zu rechtfertigen, beschuldigen sie insbesondere die tschechoslowakischen Revisionisten, dass sie „eine wütende Kampagne gegen den aufrechten Parteikader, welcher ihren goldenen Fonds bildet eröffneten“, „die führende Rolle der kommunistischen Partein verwarfen“, „die Vermehrung der politischen Parteien predigten“, „die Partei zu einer kulturell – aufklärerischen oder die Ideologie predigenden Organisation umzuwandeln suchten“, „für die gleiche Partnerschaft aller sozialen Organisationen mit der Kommunistischen Parteio eintraten“, „die leninschen Normen des inneren Parteilebens angriffen“, usw.
Im Munde der Sowjetrevisionisten klingen solche Beschuldigungen wie eine große Heuchelei und wie ein grenzenloser Zynismus, weil gerade diese und ihre Allierte es waren und sind, welche nach wie vor diese Verbrechen in ihren eigenen Parteien predigen, in Schutz nehmen und durchführen.
Die Partei der Arbeit Albaniens hat seit langem und wiederholt auf den Verrat der revisionistischen Sowjetführung an der marxistisch-leninistischen Lehre über die proletarische Partei hingewiesen. Um jedoch die große Demagogie der Revisionisten zu enthüllen, dass sie angeblich zur Verteidigung dieser Lehre, zu der Durchführung der leninistischen Parteinormen wieder zurückkehren, ist es notwendig, uns erneut mit einigen bekannten Tatsachen zu befassen.
Und wenn die dubčekistischen Konterrevolutionäre die konterrevolutionäre nowotnystische Sowjetagentur, welche die Sowjetführung als den „goldenen Fonds“ der Partei bezeichnet, angriffen und säuberten, so richtete die konterrevolutionäre chruschtschowsche Clique der SU in ihrem Lande ihre Angriffe gegen den aufrechten revolutionären Kader, welcher der marxistisch-leninistischen Linie der Bolschewikischen Partei und den Idealen des Sozialismus ergeben war und säuberte ihn. Unter der Losung: „Kampf dem Personenkult Stalins“ oder unter dem Vorwand der Zirkulation, dezimierten die chruschtschowschen Revisionisten die KP der SU 70 % der Mitglieder des ZK, die auf dem 19. Parteitag der KP der SU im Jahre 1952 gewählt worden waren, figurierten nicht mehr auf der Mitgliederliste des ZK, die auf dem 22. Parteitag im Jahre 1961 gewählt wurden. 60 % der Mitglieder des ZK, die auf dem 20. Parteitag im Jahre 1956 gewählt worden waren, standen nicht mehr auf der Mitgliederliste des ZK, die auf dem 23. Parteitag im Jahre 1966 gewählt wurden. Eine noch größere Säuberung wurde bei den unteren Parteiorganen vorgenommen. So wurden allein im Jahre 1963 über 50 % der Mitglieder der ZK und der Bezirkskomitees der Partei in den Republiken der SU von ihren Posten enthoben, während in den Parteikomitees der Städte und Rayone ¾ ihrer Mitglieder durch andere ersetzt wurden. Auch bei den Staatsorganen, besonders aber jenen der Armee und der Staatssicherheit, wurde eine große Säuberung des revolutionären Kaders vorgenommen.
Bezüglich der Frage der führenden Rolle der kommunistischen Partei behauptet die Sowjetführung, dass die tschechoslowakischen Revisionisten diese negieren, aber diese Rolle ist schon seit langem in der SU liquidiert. Wie kann man von einer führenden Rolle der revolutionären Partei der Arbeiterklasse in der SU sprechen, wenn die chruscvhtschowschen Revisionisten die marxistisch-leninistische Linie und den proletarischen Klassencharakter der KP der SU liquidiert, ihr eine verräterische revisionistische Linie aufgezwungen haben, die dem neuen Sowjetbürgertum und dem Weltimperialismus, an dessen Spitze der USA-Imperialismus steht, dient, sie in eine „Partei des ganzen Volkes“ umgewandelt haben? Die Losung: „Partei des gesamten Volkes“ ist im Grunde genommen keine Verneinung des Klassencharakters im Allgemeinen, weil es keine Partei ohne Klasse und über den Klassen geben kann noch gibt, sondern nur eine Verneinung ihres proletarischen Klassencharakters; diese Losung ist eine Aufschrift, um ihre Umwandlung von einer revolutionären proletarischen marxistisch-leninistischen Partei in eine konterrevolutionäre, revisionistische bürgerliche Partei zu tarnen.
Von welchen Normen können die Sowjetrevisionisten sprechen, wenn sie in ihrer Partei diese Normen schon lange begraben haben, diese von marxistisch-leninistischen Normen in revisionistische verwandelt haben, welche ihren Zielen und ihrer reevisionistischen Linie dienen? Die Sowjetrevisionisten sprechen von einem demokratischen Zentralismus, von einer bolschewikischen Kritik und Selbstkritik, aber in Wirklichkeit ist alles Heuchelei; sie sprechen von einer bewussten Parteidisziplin, aber in Wirklichkeit ist sie eine faschistische Disziplin, sprechen von einer proletarischen Moral, sprechen von Gedankenfreiheit, aber jede freie revolutionäre marxistisch-leninistische Meinungsäußerung führt einen ins Gefängnis, in das Irrenhaus und in das Konzentrationslager. Ungeachtet der Maske, sind die jetzigen Normen der KP der SU antileninistisch, bürgerlich, reaktionär und faschistisch.
Eben der revisionistische Kurs des 20. Parteitags der KP der SU bahnte nicht nur der Entartung einer Reihe von kommunistischen und Arbeiterparteien der sozialistischen und kapitalistischen Länder den Weg. Eben dieser konterrevolutionäre Kurs ist es, der die Verbreitung verschiedener revisionistischer anti-marxistischer Auffassungen in den anderen Ländern über den Übergang zum Sozialismus unter der Führung sozialdemokratischer Renegaten bis zur vollständigen organisatorischen Verschmelzung mit ihnen in der so genannten Einheitspartei [ !! ] der Arbeiterklasse, über die Liquidierung der kommunistischen Parteien und ihr Aufgehen in den von dem Bürgertum geführten Fronten usw., inspirierte und ermutigte. Im Ergebnis dieser revisionistischen Linie existieren nicht mehr die kommunistischen Parteien in vielen kapitalistischen Ländern, sie haben sich in eine neue Variante der alten, diskreditierten Sozialdemokratie verwandelt, jedes revolutionäre Ideal aufgegeben und arbeiten zusammen mit dem Bürgertum, um die kapitalistische Ordnung zu schützen. In den ehemaligen sozialistischen Ländern aber haben sie sich von Parteien der Arbeiterklasse für den Aufbau des Sozialismus in Parteien des neuen Bürgertums für die vollständige Restauration des Kapitalismus umgewandelt.
Das System mit mehreren Parteien, gegen welches heute die Sowjetrevisionisten zu Felde ziehen, existiert nicht nur in der CSR, sondern auch in vielen revisionistischen Ländern, und überall bemerkt man Lebenszeichen und die politische und organisatorische Aktivierung der anderen Parteien, um im „sozialistischen Staate“, der immer mehr das Aussehen eines bürgerlichen Staates annimmt, leitende und dominierende Stellungen zu erlangen. Diese Auffassungen verteidigen und propagieren mit aller Lraft auch viele andere Revisionisten der kapitalistischen Länder, besonders Italiens und Frankreichs. Diese üben einen Druck auf ihre Kollegen in den ehemaligen sozialistischen Länder aus, damit sie möglichst rasch auf diesem Wege schreiten, um die „sozialistische Demokratie“ möglichst stark der bürgerlichen Demokratie anzupassen.
Weshalb zeigt sich denn die Sowjetführung gerade jetzt um die Frage der führenden Rolle der Partei so besorgt und wendet sich mit aller Kraft gegen das System mit mehreren Parteien? Sie tut das nicht allein, um ein supplementäres Argument für die Legalisierung ihrer Aggression gegen die CSR zu haben. Wahrscheinlich spielen hier auch andere, tiefer liegende Gründe, eine Rolle. Die Breschnew-Kossyginclique ist sehr stark beunruhigt wegen der großen Gefahren, welche ihre dominierende Stellung sowohl innerhalb als auch außerhalb der Partei bedrohen. In der revisionistischen Sowjetpartei gibt es und kann es keine Einheit geben. Der Revisionismus ist die sichere Spaltung. In der SU und in jedem anderen revisionistischen Land gibt es revisionistische Gruppen und Strömungen, welche miteinander um die Macht kämpfen. Ein klarer Beweis dafür ist der Sturz N. Chruschtschows und die anderen Veränderungen in der Sowjetführung. Dieser Auflösungs- und Desintegrationsprozess wird sich notwendigerweise weiter verschärfen. Der Kurs der kapitalistischen Restauration in der SU wird unbedingt zur Belebung der verschiedenen bürgerlichen und nationalistischen Gruppen führen, was die objektiven Bedingungen für die Entstehung früher oder später auch des bürgerlichen Systems mit mehreren Parteien schafft. Um ihre dominierende Position weiter aufrechtzuerhalten, bemüht sich die Breschnew-Kossyginclique und wird sich mit aller Kraft weiter bemühen und auch keine Gewaltmittel scheuen, um diesen Prozess aufzuhalten. Zu diesem Zweck macht sie Anstrengungen und wird sie weiter machen, um auch die Tradition der Existenz einer einzigen Partei und des Kampfes der Bolschewiken gegen die Fraktionisten und die Deviatoren auszunutzen. Die Auflösung der einzigen Partei interessiert die führende Sowjetclique auch nicht vom Standpunkte der SU, die eine Großmacht mit vielen Völkern ist, weil das zur nationalen Spaltung im Innern, infolgedessen auch zur Untergrabung ihrer revisionistischen Rolle auf der Bühne des internationalen Geschehens als imperialistische Großmacht führen muss.
Vor allem bemühen sich die chruschtschowschen Revisionisten, die bolschewikische Tradition der einzigen Partei, die den Kommunisten und dem Sowjetvolk in Fleisch und Blut übergegangen ist, auszunutzen, um sie an die KP der SU zu fesseln, die jetzt gar nicht mehr diese Tradition hat. Sie bemühen sich, diese Tradition auszuwerten, um die Organisierung der Sowjetrevolutionäre und die Gründung der neuen marxistisch-leninistischen Partei in der SU zu verhindern. Obwohl nicht alle Kommunisten und die Arbeiterklasse in der SU sehen, dass die heutige KP der SU mit der Bolschewikischen Partei Lenins-Stalins gar nichts mehr gemeinsam hat, so lebt doch der Bolschewismus in der SU weiter und die Sowjetrevolutionäre werden nicht den Rückzug antreten angesichts der Tragödie, welche jetzt das Land der Sowjets erlebt, sondern sie werden die großen Traditionen der Oktoberrevolution, der heroischen Zeiten Lenins und Stalins wieder erneuern. Und der einzige Weg zu dem ist die Restauration der revolutionären marxistisch-leninistischen-stalinistischen Partei, damit sie das Kampfbanner ergreift, die revisionistische Clique stürzt, die Diktatur des Proletariats wieder herstellt und die SU auf den Weg des Kommunismus zurückführt.
Die Revisionisten gegen den Revisionismus?!
Als bürgerliche, ideologische, anti-marxistische und konterrevolutionäre Strömung ist der Revisionismus so stark diskreditiert, dass auch die Häupter des Revisionismus selbst, vor allem jene der SU, den Ausdruck „Revisionist“ gebrauchen, um ihre ungemäßigteren und liberaleren Alliierten zu kritisieren. Manchmal entfällt ihnen sogar irgendein Wort, dass der Revisionismus heute die Hauptgefahr sei. Das benötigen sie sowohl, um ihre Aggression gegen die CSR zu rechtfertigen, als auch für den inneren Gebrauch. Die Taktik der Sowjetrevisionisten ist die Taktik des Diebs und Mörders, welcher schreit: „Haltet den Dieb oder den Mörder!“ Sie schieben das, was sie selbst getan haben und tun, den anderen in die Schuhe.
Der moderne Revisionismus entstand nach dem 2. Weltkrieg. Seine ersten Vertreter waren Browder in Amerika und Tito in Europa. Aber dank dem Kampf der marxistisch-leninistischen Parteien, mit der Bolschewikischen von Stalin geführten Partei an der Spitze, vermochten weder der Browderismus noch der Titoismus sich auszubreiten, sondern wurden vollständig isoliert und enthüllt. Der moderne Revisionismus wurde zu einer internationalen Strömung nur nach dem 20. Parteitag der KP der SU und durch diesen berüchtigten Parteitag. Der chruschtschowsche Revisionismus entfaltete sich jetzt und wurde zu einem System von bürgerlichen, politischen, ideologischen und ökonomischen Standpunkten erhoben. Während aber die Sowjetrevisionisten „antirevisionistische“ Posen annehmen, halten sie beharrlich an der durch und durch revisionistischen Linie des 20. und 22. Parteitags fest. Das ist ein Beweis dafür, dass der ganze Lärm, den sie heute über den „Revisionismus“ schlagen, nur ein großer Bluff ist.
Die Sowjetführer beschuldigen die tschechoslowakischen Revisionisten, dass sie „unter dem Banner des Kampfes gegen den Dogmatismus das Festhalten an den Grundsätzen verwerfen, die Liquidierung der revolutionären Überzeugungen und der Basen der soziqalistischen Ideologie predigen“ usw. Aber haben nicht die Sowjetrevisionisten selbst bis heute den „Dogmatismus“ für den Hauptfeind erklärt, indem sie darunter den Marxismus-Leninismus verstanden, und haben sie nicht selbst unter dem Banner des Kampfes gegen den Dogmatismus den Marxismus-Leninismus verraten, den Revisionismus verbreitet und die revolutionäre Linie Stalins, die PAA, die KP Chinas und die anderen marxistisch-leninistischen Parteien in wütender Weise angegriffen? Sind es nicht die Sowjetrevisionisten, welche, während sie ein Feuerwerk gegen den „Revisionismus“ loslassen, den Kampf gegen die aufrechten marxistisch-leninistischen Parteien, insbesondere gegen die PAA und die KP Chinas, die einen konsequenten und unversöhnlichen Kampf gegen den Revisionismus führen, in wütender Weise fortsetzen? Das ist ein weiterer Beweis, welcher die „antirevisionistische“ Demagogie der Sowjetführung enthüllt.
Als die tschechoslowakischen Revisionisten die betrügerischen Losungen „Freiheit“, „Demokratie“, „Liberalismus“ und „Humanität“ ausgiebig benutzten, um ihre konterrevolutionären Ziele zu verwirklichen, bezeichnete die Sowjetführung diese Losungen als eine Maske, um die „konterrevolutionäre Tätigkeit zu tarnen“. Wenn sie aber, die ja geradeso konterrevolutionär wie die tschechoslowakische Führung ist, diese Losungen selbst verwendet, dann sind sie „revolutionär!“ Freiheit und Demokratie bedeuten im Munde der Revisionisten, seien diese Chruschtschowianer, Titoisten Nowotnyaner oder Dubčekisten, Freiheit und Demokratie für die Revisionisten, für die Verräter und Konterrevolutionäre; Liberalisierung bedeutet Untergrabung und Liquidierung der Diktatur des Proletariats; Humanität bedeutet die Ersetzung des Klassenkampfes durch den christlichen Frieden und die christliche Nächstenliebe mit allen Klassenfeinden.
Wenn die tschechoslowakischen Revisionistenvon „schweren Fehlern in der Vergangenheit“, „Entstellungen der Demokratie und Verletzung der Gesetzlichkeit“ sprechen und das benutzen, um die Erfolge des Sozialismus zu verunglimpfen und zu untergraben, so ist das, nach den Sowjetführern, eine „teuflische Taktik“ der Gegner des Sozialismus. Wandte aber die Chruschtschowclique nicht die gleiche „teuflische Taktik“ in der SU an? Die von den Chruschtschowianern gegen die heroische Vergangenheit der SU gerichteten Angriffe und Verleumdungen haben nicht einmal die wütendsten imperialistischen Feinde gegen die SU gerichtet. Kein anderer hat die SU mehr diskreditiert als die Chruschtschowclique. Der „Geheimbericht“ des 20. Parteitags ist heute ein Dokument, das alle kennen, und dieses Dokument haben die Nachfolger Chruschtschows nie bestritten. Ihre Manöver, um irgendeine Broschüre zu veröffentlichen oder einen Film zu drehen, in dem die große historische Rolle J.W. Stalins während des Großen Vaterländischen Krieges zum Ausdruck kommt, können ihren großen Verrat an den Ideen und am Werke Stalins nicht bemänteln. Sie sind nur ein Beweis dafür, dass Stalin in den Gedanken und Herzen der Sowjetmenschen weiterlebt, und haben nur den Zweck, dem Sowjetvolke Sand in die Augen zu streuen, um seinen Widerstand gegen die Chruschtschowclique, welche die ruhmreiche Periode unter der Führung Stalins begraben hat, zu lähmen.
Genauso demagogisch sind im Munde der revisionistischen Sowjetrenegaten auch die Losungen über die Notwendigkeit der Verstärkung des Kampfes gegen die bürgerliche Ideologie und ihre Bemühungen, die „sozialistische Ideologie“ durch den „Pluralismus der sozialistischen Ideologien“ zu ersetzen und den „Sozialismus als soziale Ordnung zu erodieren“. Sie beschuldigen heute die tschechoslowakischen Revisionisten, dass sie der westlichen ideologischen Flut freien Lauf gelassen haben und Anstrengungen machen, um die Grundlagen der sozialistischen Ideologie zu zerstören, dass sie eine neue Form des Sozialismus, welche sich nicht auf den Marxismus-Leninismus stützt, predigen. Indem die „Prawda“ diese „Sünden“ der tschechoslowakischen Revisionisten anprangert, entdeckt sie Amerika zum zweiten Mal, wenn sie betont, dass „es keinen Sozialismus ohne die führende Rolle der mit den Ideen des Marxismus-Leninismus ausgerüsteten, kommunistischen Partei geben kann noch geben wird“, dass „nach der Entstehung und Entwicklung des wissenschaftlichen Sozialismus keinen `anderen` Sozialismus geben kann“, dass „in unserer Zeit eine sozialistische Ideologie, die nicht auf dem Marxismus-Leninismus beruht, nicht existieren kann“ („Prawda“, vom 19. und 22. September 1968).
Wie können die Sowjetrevisionisten von einem Kampf gegen die bürgerliche Ideologie sprechen, wenn der Revisionismus selbst nur eine Erscheinung der bürgerlichen Ideologie in Theorie und Praxis ist, wenn in der SU der Egoismus und Individualismus, das Rennen nach dem Gelde, die Profitgier usw. blühen, wenn das Strebertum, die Bürokratie, Technokratie, die Geldwirtschaft und der Intellektualismus sich entfalten, wenn die Villen, Personenwagen und die schönen Frauen das höchste Ideal der Menschen sind, wenn die Literatur und Kunst den Sozialismus und alles, was revolutionär ist, angreifen, und den bürgerlichen Pazifismus und die Humanität, das leere, lockere Leben der Menschen, die nur an sich denken, predigen, wenn hunderttausende von Touristen aus dem Westen die SU jedes Jahr besuchen und dort die Ideologie und die Lebensart des Bürgertums verbreiten, wenn die westlichen Filme die Programme der Sowjetkinos füllen, wenn die Jazzband-Orchester der USA und der anderen kapitalistischen Länder die bevorzugten Orchester der Jugend sind und die westlichen Modevorführungen in der SU zur Mode geworden sind? Wenn man bis gestern die verschiedenen Erscheinungen der bürgerlichen Ideologie Überreste der Vergangenheit nannte, so ist heute die bürgerliche Ideologie ein Bestandteil der kapitalistischen Superstruktur, welche heute in der SU auf kapitalistisch-staatlicher Basis errichtet ist.
Was die Kritik an dem „Pluralismus der sozialistischen Ideologien und der sozialistischen Ordnung“ anbelangt, so sind es die Sowjetführer selbst, welche in Theorie und Praxis jeden Unterschied zwischen der sozialistischen und der bürgerlichen Ideologie, zwischen der sozialistischen und der kapitalistischen Ordnung verwischt haben. Gerade die Sowjetrevisionisten haben erklärt und erklären weiter, dass viele soeben von der Kolonialherrschaft des Imperialismus befreite Länder, wo das Bürgertum, die Gutsbesitzer und ihre reaktionäre Ideologie herrschen, den Weg zum Sozialismus eingeschlagen haben oder den Sozialismus aufbauen. Zeigt das nicht, dass die Sowjetführer selbst predigen, dass man auch ohne die Führung der Arbeiterklasse und ihrer revolutionären Partei, sowie ohne die Ideologie des Marxismus-Leninismus zum Sozialismus übergehen kann? Das heißt mit anderen Worten, dass man zum Sozialismus auch unter der Führung nicht proletarischer Parteien übergehen kann, dass es also einige Formen von Sozialismus und sozialistischer Ideologie gibt.
Betrachten wir einmal Jugoslawien. Als die Sowjetrevisionisten die jugoslawischen Titoisten kritisierten, weil sie die Dubčekclique unterstützten und die Aggression der SU gegen die CSR brandmarkten, fiel ihnen ein, darauf hinzuweisen, dass das Programm der BKJ die vollständige Inkarnation der revisionistischen Ideologie sei. Aber wie reimt sich das mit den anderen Erklärungen der Sowjetführer zusammen, die, nachdem sie sich mit der titoistischen Clique geküsst hatten, Jugoslawien für ein sozialistisches Land erklärten und weiter erklären?
Was ist das für ein Sozialismus, den Jugoslawien auf der Basis der revisionistischen Ideologie, die nur eine Variante der bürgerlichen Ideologie ist, aufgebaut? Gibt denn so die Sowjetführung nicht selbst zu, dass der Sozialismus auch auf revisionistischer Basis, d.h., auf der Basis des Antimarxismus und der bürgerlichen Ideologie aufgebaut werden kann?
Die Sowjetpropaganda ist unzufrieden mit der Haltung der titoistischen Clique gegenüber den Ereignissen in der CSR und beschuldigt die Titoisten „als Inspiratoren und Helfer der tschechoslowakischen Konterrevolutionäre“ Sind denn nicht die Sowjetführer selbst, welche in ganz willkürlicher Weise die titoistische Clique als ein „unschuldiges Opfer“ rehabilitierten, in die kommunistische Bewegung aufnahmen, zum „Kämpfer für den Sozialismus“ proklamierten, und mit ihr enge Beziehungen unterhalten? Sind sie nicht selbst die Inspiratoren und Helfer der Konterrevolutionäre, also auch selbst ebenso konterrevolutionär wie die titoistische Clique? Auch nach den ungarischen Ereignissen im Jahre 1956 eröffnete die Chruschtschowclique der SU eine Kritikkampagne gegen die jugoslawischen Revisionisten, jedoch nur dem Scheine nach, weil sie mit ihnen hinter den Kulissen zusammengearbeitet hatte, um den Konterrevolutionär Kadar ans Ruder zu bringen, und, um die Gemüter etwas zu beruhigen, begann die Periode des Honigmonds wieder. Auch diesmal wird die Sache sicherlich so kommen. Schon jetzt ist der Ton gedämpft. Die Breschnew-Kossyginclique kann mit ihren Pseudokritiken an der Titoclique niemanden täuschen. Denn beide Cliquen sind revisionistische Cliquen und als solche Teile einer einzigen konterrevolutionären Richtung – des modernen Revisionismus, trotz der Gegensätze, die zwischen den revisionistischen Ländern und Parteien in Bezug auf die Entwicklungswege und ihre gegenseitigen Beziehungen existieren.
Die Sowjetrevisionisten sollen in der CSR eine „neue, unbekannte“ Form der Konterrevolution, - die friedliche oder stille Konterrevolution – entdeckt haben. Schlimm ist dabei, sagen sie, dass die Menschen die Intervention der SU in der CSR, „ohne dn tiefen Kern dieser neuen Erscheinungen zu kennen“, als Aggression verurteilten, denn die Menschen sind bis heute gewöhnt, die „Konterrevolution nur in ihrer bewaffneten Form, gewalttätig, vorzustellen“.
Infolge der Verallgemeinerung der Erfahrungen aus der revisionistischen Tragödie, die sich in der SU und in anderen sozialistischen Ländern, wo die revisionistischen Cliquen am Ruder sind, abspielte, haben die Marxisten-Leninisten schon seit langem den Schluss gezogen, dass dem Sozialismus die Gefahr nicht nur von der äußeren imperialistischen Aggression und der bewaffneten Konterrevolution der Ausbeuterklassen und ihrer Überreste, sondern auch von der bürgerlich-revisionistischen Entartung im Stillen, welche das Ergebnis der bürgerlichen Ideologie im Innern und des imperialistischen Druckes von außen ist, kommt.
Das erste Beispiel für eine friedliche Konterrevolution gaben die Titoisten, dann verfolgte die Chruschtschowclique der SU und hierauf der Reihe nach die Cliquen der anderen sozialistischen Länder Europas ihr Beispiel. Die Anstrengungen der Sowjetrevisionisten, um die friedliche Konterrevolution als eine „neue historische Erscheinung“ hinzustellen, welche die tschechoslowakischen Ereignisse bestätigten, ist ein Versuch, um einerseits ihre Aggression gegen das tschechoslowakische Volk zu rechtfertigen und andererseits die friedliche Konterrevolution in der SU zu tarnen, die sie selbst realisiert haben.
Obwohl die Ideologen der Sowjetrevisionisten viel von der friedlichen Konterrevolution sprechen, gehen sie nur um diese Erscheinung herum und stellen sie nur als eine von den Überresten der Ausbeuterklassen und von den imperialistischen Agenturen ermutigte und organisierte Erscheinung hin. In Wirklichkeit aber ist die friedliche Konterrevolution eine von oben, von dem degenerierten und bürokratisierten Kader der herrschenden Klasse und Partei durchgeführte Konterrevolution. Und dieser Entartungsprozess hat seine tiefen inneren und äußeren ökonomisch-sozialen Ursachen und seine historischen und ideologischen Quellen. Aber die Sowjetrevisionisten analysieren gar nicht diese Ursachen und Quellen und können dies auch nicht tun, denn das käme einer eigenen Autopsie gleich. Nur die Marxisten-Leninisten, die bolschewikischen Revolutionäre haben die Analyse der Entstehung des Revisionismus vorgenommen, bis sie das revisionistische Aas wegschaffen und die Luft von seinem Gestank reinigen.
Durch die oben erwähnten Predigten stechen sich die chruschtschowschen Revisionisten selbst ihre Augen aus, weil, wenn man die Gefahr der friedlichen Konterrevolution auch nach der Liquidierung der Ausbeuterklassen zugibt, dann kann man nicht verkünden, dass „der Sieg des Sozialismus vollständig und endgültig sei“, dann kann man nicht sagen, was in dem vom 22. Parteitag angenommenen Programm der KP der SU gesagt wird, dass „in den volksdemokratischen Ländern die ökonomisch-sozialen Möglichkeiten für die Restauration des Kapitalismus liquidiert seien“. Denn dann ist entweder die These über die friedliche Konterrevolution ein Bluff oder die andere These, dass jede Gefahr für den Sozialismus gebannt ist, ist ein Betrug, ein Versuch zur Legalisierung des revisionistischen Verrats, um die Wachsamkeit und die revolutionäre Tätigkeit der Kommunisten und Werktätigen einzuschläfern.
Im Widerspruch zu dem, was die Sowjetrevisionisten früher gepredigt haben, dass angeblich mit der Liquidierung der Ausbeuterklassen auch der Klassenkampf zu Ende sei und seinen Platz die ökonomisch-soziale Einheit der Gesellschaft einnehme, sind sie jetzt nicht gegen die Annahme, dass der Klassenkampf auch nach der Liquidierung der Ausbeuterklassen fortdauere, und treten gegen die „abstrakte nationale Einheit“ auf. Ihre Demagogie kennt keine Grenzen. Sie sprechen von einem Klassenkampf, aber nur in den anderen Ländern, während sie den Klassenkampf in der SU mit keinem Wort erwähnen, als ob dort Harmonie und ewiger Frieden herrschen würde. Aber der Kampf, den die chruschtschowschen Revisionisten nach Stalins Tode in der SU eröffneten, ist das kein Ausdruck des Kampfes der Klassenfeinde, die der Restauration des Kapitalismus in der SU, ihrer Umwandlung von einem proletarischen sozialistischen Staat in einen neuen bürgerlichen imperialistischen Staat, den Weg ebneten? Diesen Klassenkampf führt heute die revisionistische Sowjetführung mit der größten Wildheit gegen die aufrechten revolutionären Kräfte, jedoch vom Standpunkte des neuen Bürgertums aus und in seinem Interesse, sei es im Innern oder auf der Bühne des internationalen Geschehens, wobei sie alle Mittel der faschistischen Militärdiktatur anwendet.
Das Leben, die Tatsachen und die Erfahrung des revisionistischen Verrats selbst zeigen, dass der Klassenkampf nicht nur nach der Liquidierung der Ausbeuterklassen, nicht nur nach dem Siege des Sozialismus, sondern auch lange Zeit sogar auch nach dem Siege des Kommunismus auf weltweiter Ebene, solange der Einfluss der bürgerlichen Ideologie andauert, weitergeht. Deshalb kann der vollständige Sieg des Sozialismus und Kommunismus nur dann erzielt und gesichert werden, wenn u.a. der vollständige Sieg der sozialistischen Ideologie über die bürgerliche Ideologie in jedem einzelnen Land und auf Weltebene gesichert ist. Solange aber dieser Kampf andauert, ist die Existenz der proletarischen Diktatur unerlässlich als Hauptwaffe des Klassenkampfes des Proletariats, um alle Klassenfeinde niederzuringen und den Sozialismus und Kommunismus aufzubauen.
Die ganze Demagogie der angeblichen Bekämpfung des Revisionismus und der angeblichen Rückkehr zu den leninistischen-stalinistischen Stellungen, braucht die revisionistische Sowjetführung, um ihre vollständige Umwandlung in eine sozialfaschistische Clique zu tarnen.
Aber die Sowjetführer können wegen ihrer Position als revisionistische Clique nicht sehr weit in dem so genannten „Kampf gegen den Revisionismus“ gehen, weil das mit sehr gefährlichen, unerwarteten und unangenehmen Folgen für sie verbunden ist. Deshalb setzen sie in wütender Weise den Kampf gegen den revolutionären Marxismus-Leninismus und gegen die ihm ergebenen Parteien, insbesondere gegen die KP Chinas und die PAA, fort. Das zeigt mit der größten Deutlichkeit die Falschheit des demagogischen Lärms, den sie über den „Kampf gegen den Revisionismus“ schlagen. Eben um ihren Bluff zu tarnen, ist die Sowjetführung bestrebt, die Illusion zu erwecken, als ob sie angeblich auf den leninschen Positionen des Zweifrontenkampfes stehe, als ob sie gegen die Rechten, die Revisionisten, und gegen die Linken, die „Dogmatiker“, Abenteurer usw. kämpfe. Dieses gefährliche Manöver muss man vollständig aufdecken und das wahre sozial-faschistische Gesicht der führenden Sowjetclique enthüllen [Anmerkung der Redaktion: Mit dem so genannten „Kampf gegen den modernen Revisionismus“, insbesondere gegen den Sowjetrevisionismus, tarnte sich auch der chinesische Revisionismus, womit dieser die marxistisch-leninistische Weltbewegung spaltete].
Der Sozialimperialismus unter der Maske des proletarischen Internationalismus
Die direkte Fortsetzung der Innenpolitik des Sozialfaschismus ist der außenpolitische Sozialimperialismus. Während nun die Sowjetführer bestrebt sind, den Faschismus mit sozialistischen Phrasen zu tarnen, suchen sie ihren Imperialismus hinter den Losungen des „proletarischen Internationalismus“ zu verbergen.
Bekanntlich begannen die chruschtschowschen Revisionisten mit der Kapitulation und mit Konzessionen an den Imperialismus und mit der Verzichtleistung auf den Kampf gegen ihn, während die Liquidierung der sozialistischen Grundlagen und die Restauration des Kapitalismus in der SU, ihre Umwandlung von einem sozialistischen in einen kapitalistischen Staat des neuen Typs, die wirtschaftlichen, sozialen und klassengemäße Vorbedingungen für ihre Umwandlung in eine imperialistische Großmacht auf der Bühne des internationalen Geschehens, sowie für die konterrevolutionäre Allianz mit dem amerikanischen Imperialismus schufen. Die SU wurde eine imperialistische Macht, welche Einflusszonen verlangt, die Völker anderer Länder zu versklaven und auszubeuten sucht und im Bunde mit dem amerikanischen Imperialismus für die Errichtung der Weltherrschaft der beiden Großmächte kämpft.
Und wenn der Sowjetimperialismus bis gestern trachtete, seine Einflusszone zu schützen und auszudehnen, den anderen seinen Willen mit Hilfe von „friedlichen Mitteln“ - der wirtschaftlichen Durchdringung und Unterwerfung, des politischen und ideologischen Einflusses und Drucks, der militärischen und ökonomischen Allianzen aufzuzwingen usw., ist er heute offen zu faschistischen Methoden, zur bewaffneten Gewaltanwendung, zur direkten militärischen Aggression auch gegen seine eigenen Alliierten übergegangen. Eben diese ist die neue Evolution des Sowjetimperialismus. Das typische Beispiel in dieser Richtung ist die militärische faschistische Aggression der SU gegen die CSR.
Mit dieser Tat bewiesen die Sowjetrevisionisten ganz klar, dass jetzt für sie weder Freundschaft, noch Militärallianzen und Verträge, noch Freiheit und Unabhängigkeit, noch Völkersouveränität mehr existieren. Der einzige „Grundsatz“, der für sie existiert, ist das Recht des Stärkeren, überall das Gesetz zu diktieren; alle anderen Grundsätze verletzen sie, treten sie mit Füßen, mit Waffengewalt und Blut.
Um diese zynische, faschistische Politik zu rechtfertigen, trachten die Sowjetrevisionisten nicht mehr den anderen, sondern ihren Alliierten aus dem revisionistischen Lager selbst einzureden, dass die Unabhängigkeit, das Selbstbestimmungsrecht, die Souveränität der Parteien und Völker oder verschiedenen Ländern gar keinen Wert haben, dass sie sich den Interessen der so genannten „sozialistischen Gemeinschaft“, d.h., den Interessen der chauvinistischen Großmacht der SU, unterordnen müssen und dass diese Großmacht diese Grundsätze, wann und wo sie will, mit Füßen treten darf.
Die Demagogie der Sowjetaggressoren, dass sie durch den Angriff und die Besetzung mit Waffengewalt der CSR ihre internationalistische Pflicht gegenüber dem tschechoslowakischen Volke, der Sache des Sozialismus und der revolutionären Weltbewegung erfüllten, weil sie dadurch die Errungenschaften des Sozialismus vor der Gefahr einer Konterrevolution angeblich retteten, vermag niemanden zu täuschen. Wie können sie die Errungenschaften des Sozialismus in einem anderen Lande schützen, wo sie doch in ihrem eigenen Lande den Sozialismus untergraben haben, wie können sie die Gefahr einer Konterrevolution bannen, wo sie doch selbst das Haupt der Konterrevolution sind?! Wir haben oben dargelegt, dass alles, was die Sowjetrevisionisten den tschechoslowakischen Revisionisten in die Schuhe schoben, sie selbst getan haben und weiter tun. Deshalb sind alle „Argumente“ der revisionistischen Sowjetführung nicht stichhaltig und falsch. Ihre Handlungsweise entbehrt jeder politischen, ideologischen, moralischen und gesetzlichen Grundlage.
Auch das „legale“ Argument der Sowjetrevisionisten, um ihre Aggression gegen die CSR zu rechtfertigen, wude gänzlich verworfen. Der bekannte Brief einiger tschechoslowakischer Persönlichkeiten, den sie angeblich an die Sowjets und an einige Länder des Warschauer Vertrags gerichtet hatten, in dem sie ihre „Hilfe zur Unterdrückung der Konterrevolution“ in der CSR verlangten, erwies sich als gefälscht. Niemand wollte von diesem Brief etwas wissen. Die Sowjettruppen rief weder die tschechoslowakische Regierung, noch der Präsident der Republik, noch das Parlament, noch das ZK der Partei ins Land. Sogar das Vorgehen Hitlers seinerzeit zeigte mehr „Takt“: Er erpresste wenigstens dem damaligen Präsidenten Hacha die Unterschrift mit Gewalt ab, als er die CSR besetzte.
Was das tschechoslowakische Volk und die aufrechten sozialistischen Kräfte in der CSR anbelangt, so hatten sie keine Ursache, von den revisionistischen Sowjetrenegaten und ihren Alliierten Hilfe zum Schutze der Errungenschaften des Sozialismus vor den revisionistischen Renegaten der CSR zu verlangen, weil sowohl die revisionistische Sowjetclique, als auch die revisionistischen Cliquen Nowotnys und Dubčeks denselben anti-marxistischen und anti-sozialistischen Weg gehen. Und das Leben zeigte und bestätigte täglich durch viele Tatsachen, dass trotz der Kapitulation der Dubčekclique das tschechoslowakische Volk die Truppen der Sowjetrevisionisten als Okkupanten empfing und der Okkupation in verschiedenen Formen Widerstand leistete und leistet. Das Volk sieht immer klarer, dass die Handlungen der Dubčekclique, welche die Nowotnyclique stürzte, eine Konterrevolution in der Konterrevolution waren, wie die militärische Intervention der SU die Unterdrückung mit Waffengewalt dieser inneren tschechoslowakischen Konterrevolution von der auswärtigen sowjetischen Konterrevolution war.
Für die Durchführung ihrer imperialistischen Politik dient der führenden Sowjetclique die Militärallianz des Warschauer Vertrags als mächtiger Hebel. Diesern Vertrag, der sich von einem Friedensvertrag in ein Kriegsinstrument, von einem Schutzvertrag in eine Waffe der Aggression verwandelt hat, benutzt die führende Sowjetclique auch gegen die Mitgliedsstaaten des Warschauer Vertrags selbst. In der Tat stehen mit Ausnahme Rumäniens alle anderen Mitgliedsstaaten dieses berüchtigten Vertrages unter der Kontrolle der Streitkräfte des Sowjetrevisionismus. Die so genannte „sozialistische Familie oder Gemeinschaft“ gleicht einem Konzentrationslager, einem Völkergefängnis; überall sind Sowjettruppen stationiert und sie geben die Gesetze in diesen Ländern. Unter diesen Bedingungen sind die Losungen Freiheit, Unabhängigkeit, Gleichheit und Völkersouveränität, die man im Munde führt, um die Völker zu täuschen und einzulullen, nur leere Worte.
Aber der Heißhunger des Sowjetimperialismus überschreitet die Grenze der Zone, die unmittelbar unter seinem Einfluss steht. Er bedroht offen die anderen Balkanländer, insbesondere die VR Albanien, inszeniert offene militärische Provokationen gegen die VR China und bereitet in enger Zusammenarbeit mit den amerikanischen Imperialisten, mit den japanischen Militaristen und mit den indischen und indonesischen Reaktionären das große antichenesische Komplott vor. Die revisionistischen Machthaber der SU in Allianz und Konkurrenz mit den amerikanischen Imperialisten erweitern die Operationszone ihrer Kriegsflotte und haben ihre Kriegsschiffe in das Mittelmeer gebracht, um die VRA zu bedrohen und ihre imperialistische Expansion auf Kosten der arabischen Völker und anderer Länder noch mehr auszudehnen.
Diese typisch imperialistische Politik der Sowjetrevisionisten lässt sich keineswegs tarnen. Sie muss unbedingt auf die nachdrückliche Ablehnung und den Widerstand aller Völker, denen die Ideale der Freiheit, Unabhängigkeit, Souveränität, der Revolution und des Sozialismus heilig sind, stoßen. Diese Politik enthüllt und isoliert immer mehr vor den Völkern der ganzen Welt die führende Sowjetclique.
Und nicht nur das. Während der Durchführung ihres aggressiven, imperialistischen Kurses ist sie auf große Schwierigkeiten und bei ihren Alliierten gestoßen. Um die anderen revisionistischen Cliquen im Zaume zu halten, schreitet jetzt die Sowjetführung offen zur Anwendung von Gewalt, wie die Ereignisse in der CSR zeigen; letztere sind für jene eine sehr ernste Warnung, nicht den Weg des „Polizentrismus“, der Autonomie usw. einzuschlagen, sonst werden sie dasselbe Schicksal erleiden. Aber das wird, anstatt die dominanten Positionen der führenden Sowjetclique zu festigen, die revisionistische Front noch mehr spalten und die Stellungen des Sowjetrevisionismus noch mehr untergraben. Ein klarer Beweis dafür ist die Regierung der revisionistischen Cliquen der andeen Länder, welche im gemeinsamen Chor sich gegen die Einmischung der SU in der CSR erhoben, diese Aggression verdammten und die Dubčekclique in Schutz nahmen. Das zeigen auch die zusätzlichen Schwierigkeiten, auf die die Sowjetführung bei der Einberufung der internationalen Beratung der revisionistischen Parteien stieß, so dass sie wieder vertagt werden musste.
Die Ereignisse der letzten Zeit, besonders jene in der CSR, sind eine katastrophale Niederlage des gesamten modernen Revisionismus und zeigen mit der größten Deutlichkeit seine vollständige Entartung, insbesondere des Hauptes des modernen Revisionismus, der chruschtschowschen Clique der SU, und ihre Umwandlung in eine sozialfaschistische und sozialimperialistische Clique. Niemand darf sich von dem Manöver irreführen lassen, diese Entartung mit Demagogie, mit den Losungen des „Internationalismus“ zu tarnen. Es ist die Aufgabe aller aufrechten Marxisten-Leninisten und Revolutionäre, dieses gefährliche Manöver zu enthüllen und unschädlich zu machen. In erster Linie muss das Sowjetvolk selbst sich gegen diesen aggressiven und imperialistischen Kurs mit Nachdruck wenden und nicht gestatten, dass die an der Macht befindliche chruschtschowsche Renegatenclique die Sowjetmenschen, die sowjetischen Streitkräfte für die Realisierung ihrer imperialistischen und versklavenden Ziele benutzt. Man darf keinen Augenblick die große Lehre Marx' vergessen, dass das Volk jenes Landes, welches die anderen Völker unterdrückt, nicht frei ist und nicht frei sein kann.
Stalin gehört den Marxisten-Leninisten, gehört der proletarischen Revolution
Die Analyse der Tatsachen zeigt, dass von einer Überprüfung der revisionistischen Position seitens der Führung der Sowjetrenegaten keine Rede sein kann. Alle ihre Anstrengungen, um den Eindruck zu erwecken, dass sie angeblich zu der alten stalinschen Position zurückkehren, sind ein großer Bluff. Man darf sich keiner Täuschung hingeben, dass die Ereignisse in der CSR und Polen und die Aktivierung der liberalen Extremisten in der SU die konterrevolutionäre Sowjetclique zur Vernunft gebracht haben. All das hat sie nur genötigt, ihre Taktik zu ändern, eine noch demagogischere Taktik anzuwenden, um die faschistische Militärdiktatur des revisionistischen Kapitals vollständig zu errichten und zu maskieren.
Die Breschnew-Kossyginclique hat große Hoffnung, diesen Erfolg in der SU zu erreichen, wo ein großer Terror herrscht, eine sehr strenge Zensur waltet und die Kommunisten und die Menschen erzogen sind, die Formeln und Losungen nachzusprechen und sich nicht in sie zu vertiefen, und wo der Kult des Größenwahns der „mächtigen sozialistischen Großmacht“ stark gepflegt wird. Sie hofft ihr Ziel zu erreichen, auch wenn sie leise von einer „Rückkehr zur stalinschen Zeit“ spricht, um so die apolitischen und sentimentalen Naiven zu befriedigen und zu täuschen.
Es ist die Aufgabe aller Marxisten-Leninisten und vor allem der bolschewikischen Revolutionäre selbst, dieses teuflische Manöver der herrschenden Chruschtschowclique bis zum Schluss zu enthüllen, alle Illusionen über diese Clique über Bord zu werfen, den Kampf gegen sie zu verstärken und ihr wahres sozialfaschistisches und sozialimperialistische Gesicht total zu enthüllen. Angesichts der Tatsache, dass sich der Sowjetstaat in eine Militärdiktatur vom faschistischen Typ verwandelt hat, müssen sich die Sowjetrevolutionäre erheben, eine Organisation schaffen und den Kampf um die Revolution beginnen. Ihre historische Verantwortung ist heute größer denn je. Zweifellos wird der Kampf schwierig sein und Selbstlosigkeit und große Opfer verlangen. Aber die leninistisch-stalinistischen Bolschewiken haben auch in den schwersten Augenblicken immer Mut gezeigt. Wir sind zutiefst überzeugt, dass sie eines Tages ihre große Aufgabe vor ihrem Volke und dem internationalen Kommunismus ehrenvoll erfüllen werden. Und je früher, desto besser ist es.
Die Demagogie der führenden Sowjetclique, dass sie angeblich zu der revolutionären Position der stalinschen Zeit zurückkehrt, muss auch außerhalb der SU enthüllt werden, weil sie auch dort Fuß fassen und von den anderen revisionistischen Cliquen ausgewertet werden könnte. Andererseits aber ist es klar, dass diese Taktik die Widersprüche im Schoße der Revisionisten verschärfen, zur Spaltung der revisionistischen Parteien in prosowjetische und antisowjetische Gruppen führen wird. Schon jetzt hat man begonnen, die Nowotnysten in der CSR, Vermeersch und den Anhang Thorez in Frankreich als „stark“, als „Stalinisten“ zu bezeichnen, weil sie den Sowjetrevisionisten helfen, ihre Agenten sind. Die führende Sowjetclique gibt diesen Elementen ihre ganze Unterstützung und wird ihnen diese auch weiter geben, um mit ihrer Hilfe ihre Kontrolle und ihre unerschütterte Herrschaft über die anderen revisionistischen Parteien herzustellen. Das wird natürlich auf den Widerstand der anderen revisionistischen Elemente stoßen und die Spaltung im revisionistischen Lager noch mehr vertiefen.
Die Aufgabe der Marxisten-Leninisten dieser Länder ist es, die pseudorevolutionäre Phraseologie der prosowjetischen Agentur schonungslos zu enthüllen, keine Illusionen in dieser Richtung zu gestatten, die Verschärfung der Widersprüche im Schoße der Revisionisten auszunutzen und den Kampf gegen alle revisionistischen Renegaten zu verstärken bis sie vollständig vernichtet sind.
In den anderen Ländern aber, von den Sowjetrevisionisten beherrscht und denen Gesetze mit Hilfe der dort stationierten Sowjettruppen gegeben werden, wird dieses Manöver schwerlich verfangen, weil der verstärkte aggressive, imperialistisch-faschistische Charakter der Politik der führenden Sowjetclique notwendigerweise den immer größeren Zorn und Protest der Völker dieser Länder herausfordern muss. Sogar den revisionistischen Quislingen, welche der Sowjetclique aus Not gehorchen, da ihre Machtposition auf Sand errichtet ist, gefällt nicht das Manöver der angeblichen Rückkehr zu stalinschen Zeiten, sei es nur ein Bluff, weil dies einerseits sie noch mehr vor dem Sowjetwagen spannen würde, wovon sie sich zu befreien suchen, und andererseits dieses Manöver ihre Basis untergraben würde, da sie ja gerade unter dem Banner des Kampfes gegen Stalin ans Ruder kamen. Deshalb wird auch hier die Spaltung sowohl zwischen den revisionistischen Parteien als auch zwischen den herrschenden revisionistischen Cliquen und der Sowjetführung sich weiter verschärfen und vertiefen. Die Unterwerfung der revisionistischen Quislinge unter die faschistische Militärdiktatur der SU ist nur zeitweilig. Denn zwischen ihnen wird es heftigen Streit und Angriffe bis zum bewaffneten Zusammenstoß geben.
All das schafft günstige Vorbedingungen für den revolutionären Kampf der Völker und der Kommunisten dieser Länder. Um sowohl die einheimischen revisionistischen Quislinge, als auch ndie Sowjetokkupanten zu enthüllen, die Okkupationsarmee aus dem Lande zu vertreiben und die an der Macht befindlichen revisionistischen Renegatencliquen zu stürzen. Der einzig richtige Weg zur Erreichung dieser Ziele ist die Gründung überall der marxistisch-leninistischen Parteien und die Organisierung des revolutionären bewaffneten Kampfes.
Die Partei der Arbeit Albaniens, welche sich immer an die marxistisch-leninistische Linie und Grundsätze konsequent gehalten hat und einen nachdrücklichen Kampf gegen den modernen Revisionismus unter der Führung der Sowjetrenegaten geführt hat und weiter führt, wird auch die jetzige gefährliche pragmatische Taktik der angeblichen Rückkehr zu der revolutionären Stellung Stalins der Breschnew-Kossyginclique schonungslos enthüllen. Sie hat nicht gestattet und wird nie gestatten, dass die chruschtschowschen Revisionisten den Namen und das große revolutionäre, marxistisch-leninistische Werk J. Stalins besudeln und sie als Maske für die Tarnung des revisionistischen Verrats benutzen. Stalin gehört den Marxisten-Leninisten, gehört der proletarischen Revolution.
- Ende -
Anmerkung der Redaktion: Wie bei der Wiederveröffentlichungin aller anderen albanischen Dokumente jener Zeit möchten wir es nicht versäumen, darauf kritisch aufmerksam zu machen, dass China von Albanien damals noch als anti-revisionistisches, sozialistisches Land propagiert wurde, dass die revisionistische Linie der KP Chinas fälschlicherweise noch als marxistisch-leninistisch eingeschätzt worden war. Die PAA änderte ihre pro-chinesische Haltung in der zweiten Hälfte der 70er Jahre und begann auf internationaler Ebene, den chinesischen Revisionismus, die Mao Tsetung-Ideen, prinzipienfest zu entlarven und zu bekämpfen.
Die Welt, die irgendein Volk unterdrückt, kann nicht frei sein.